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Konsole, Handy & co - doch was kommt jetzt?

  • Autorenbild: Sandy Meyer
    Sandy Meyer
  • 31. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Foto von Frau fragend guckend

Das Geschenk war das Gerät – das eigentliche Geschenk beginnt danach


Handy, Konsole oder Tablet unter dem Weihnachtsbaum – für viele Kinder war genau das in diesem Jahr das große Highlight. Die Freude ist echt, die Aufregung groß, der Hype spürbar. Und das darf auch so sein.

Mediengeschenke machen Spaß, sie verbinden Kinder mit ihrer Welt, mit Freund:innen, mit Interessen. Niemand muss sich dafür rechtfertigen, ein digitales Gerät verschenkt zu haben.


Und trotzdem lohnt sich ein zweiter Blick.


Denn so groß der Moment beim Auspacken auch ist:

Das eigentliche Geschenk beginnt danach.


Medien sind heute fester Bestandteil des Familienalltags. Kinder wachsen mit digitalen Welten auf, nicht irgendwann, sondern von Anfang an. Deshalb ist die entscheidende Frage nicht, ob Kinder Medien nutzen dürfen, sondern wie sie dabei begleitet werden.


Denn ein Gerät allein vermittelt noch keine Medienkompetenz.

Orientierung entsteht erst durch Beziehung.


Problematisch wird es nicht durch das Handy oder die Konsole, sondern dann, wenn Kinder mit all dem allein gelassen werden, was diese Geräte mitbringen. Mit Inhalten, die sie emotional überfordern können.

Mit Vergleichen, Leistungsdruck oder Konflikten in Chats und Spielen.

Mit Gefühlen, die sie selbst noch nicht einordnen können.


Begleitung bedeutet nicht Kontrolle, sondern Präsenz. Nicht Überwachung, sondern echtes Interesse.


Gerade in der Pubertät


geraten viele Eltern hier ins Straucheln. Kinder ziehen sich zurück, Gespräche werden knapper, Türen öfter geschlossen. Schnell entsteht der Eindruck, das eigene Kind wolle keinen Kontakt mehr. Doch Rückzug heißt nicht Beziehungslosigkeit.

Pubertierende Kinder wollen gesehen werden, sie zeigen es nur etwas anders als früher. Begleitung verändert sich in dieser Phase. Sie wird leiser, unaufdringlicher, aber nicht weniger wichtig!


Wenn Medien ohne Beziehung laufen, wird es oft schleichend still. Gespräche nehmen ab, Einblicke werden weniger, Missverständnisse größer. Nicht, weil Kinder sich absichtlich entziehen, sondern weil Beziehung Pflege braucht – gerade dann, wenn sich viel verändert.


Medien ersetzen keine Nähe, sie verstärken höchstens das, was bereits da ist.


Es geht dabei nicht um perfekte Medienregeln oder starre Zeitpläne. Es geht darum, dranzubleiben. Fragen zu stellen, auch wenn nicht immer Antworten kommen. Interesse zu zeigen, ohne auszuhorchen. Da zu sein, auch wenn man gerade nicht gebraucht zu werden scheint. Kinder merken sich nicht jede Regel – aber sie erinnern sich sehr genau daran, wer geblieben ist.


Nach dem Geschenk beginnt die Beziehungspflege.


Das Gerät kann vieles, aber es ersetzt keine Verbindung. Das wertvollste Geschenk, das Kinder im Umgang mit Medien bekommen können, ist Begleitung: Zeit, Aufmerksamkeit und das Gefühl, nicht allein zu sein, auch dann nicht, wenn es kompliziert wird.


Wenn dich das Thema Medienzeit, Pubertät oder Familienalltag verunsichert und du dir mehr Sicherheit wünschst, musst du damit nicht allein bleiben. In einem Gespräch schauen wir gemeinsam, welche Regelungen und Wege wirklich zu euch passen – ohne Zeigefinger, dafür mit Klarheit und Blick auf eure Beziehung.


Zusätzlich kann ich dir hier auch ganz konkret zwei Bücher empfehlen. Nicht (nur), weil es von meinen Freundinnen geschrieben ist, sondern weil diese Bücher wirklich viele hilfreiche, alltagsnahe Tipps und Erklärungen bieten.



Buch mit Regal im Hintergrund
Begleiten statt verbieten - Autorinnen: Anika Osthoff und Leonie Lutz
Buchcover
Miteinander durch die Pubertät - Autorin: Inke Hummel

 
 
 

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